MZ

MZ-RT-125

MZ-RT-125

Baureihe RT 125, 1950 – 1965

1950 – 1954 IFA RT 125
1954 – 1956 IFA RT 125/1
1956 – 1959 RT 125/2
1959 – 1962 125/3
1964 – 1965 125/4


MZ-BK-350

MZ-BK-350

Baureihe BK 350, 1952 – 1959

1952 – 1956 IFA BK350
1956 – 1959 BK 350


MZ-ES-250

MZ-ES-250

Baureihe ES, 1956 – 1978

1956 – 1957 ES250 Doppelport
1957 – 1962 ES 250
1957 – 1962 ES 175
1962 – 1967 ES 250/1
1962 – 1967 ES 175/1
1963 – 1965 ES 300
1967 – 1973 ES 250/2 Trophy
1967 – 1972 ES 175/2 Trophy
1962 – 1968 ES 125
1962 – 1968 ES 150
1968 – 1973 ES 125/1
1968 – 1978 ES 150/1


MZ-ETS-250 Trophy Sport

MZ-ETS-250 Trophy Sport

Baureihe ETS, 1969 – 1973

1969–1973 ETS 250
1970–1973 ETS 125/150


MZ-TS

MZ-TS

Baureihe TS, 1973 – 1985

1973–1976 TS 250
1976–1981 TS 250/1
1973–1985 TS 125/150


MZ-ETZ-250

MZ-ETZ-250

Baureihe ETZ, 1981 – 1991

1981–1989 ETZ 250
1985–1990 ETZ 125/150
1988–1991 ETZ 251/301


* 1991–1998 Saxon Tour/Fun/Country
* 1993–1998 Silver Star
* 1993–1998 Saxon Sportstar/Roadstar
* 1994–2004 Skorpion Tour/Sport/Traveller
* 1997–heute Baghira Enduro / Supermoto
* 1997–heute Mastiff
* 2000–heute RT 125
* 2001–heute SX/SM 125
* 2003–heute 1000 S/ST/SF


Geschichte

Anfänge

Die Geschichte des Unternehmens beginnt 1906, als der Däne Jørgen Skafte Rasmussen eine leerstehende Tuchfabrik in Zschopau kauft. 1917 wird das Warenzeichen DKW geboren und 1922 beginnt die eigentliche Motorradproduktion. 1928 übernimmt DKW das Audi-Werk Zwickau und wird 1929 mit 60.000 Motorräder die größte Motorradfabrik der Welt. Im gleichen Jahr bricht das Unternehmen auch das Monopol der USA in der Kühlschrankproduktion durch die Entwicklung des ersten europäischen Kühlschrankes. 1931 erfolgt die Ausgliederung der Deutschen Kühl- und Kraftmaschinen GmbH Scharfenstein. Im Jahr 1932 wird die AUTO UNION gegründet, bestehend aus Audi, Horch, Wanderer und DKW.

Motorradbau in der DDR

Mit der RT 125, einer Vorkriegsentwicklung, beginnt 1950 unter dem Markenzeichen Industrievereinigung Fahrzeugbau (IFA) wieder die Produktion in Zschopau. Dieses Modell ist nach dem Krieg patentfrei und wird in Großbritannien, den USA, Japan, Italien und Westdeutschland ebenfalls weiterentwickelt und -gebaut. 1952 erscheint das erste seitenwagen-taugliche Motorrad mit 350-ccm-Zweitakt-Boxermotor und Kardanantrieb, die BK 350. Das Motorradwerk heißt nun VEB Motorradwerk Zschopau, oder kurz MZ. Im Jahr 1961 wird Ernst Degner auf einer MZ Vizeweltmeister in der 125 ccm Klasse im Motorradrennsport. Die Fertigung der ES 150 beginnt 1962. Sie ist das bis heute meistgebaute deutsche Motorrad. Zudem ist sie das erste Motorrad mit asymmetrischem Abblendlicht überhaupt.

Im Jahr 1963 gewinnt das DDR-Nationalteam auf MZ-Motorrädern erstmals die Trophy bei der Internationalen Sechstagefahrt. Dieser Wettbewerb ist gleichbedeutend mit der Mannschafts-Weltmeisterschaft im Motorrad-Geländesport. Es folgen fünf weitere Trophy-Siege auf MZ in den Jahren 1964, 1965, 1966, 1967 und 1969.

Das einmillionste Motorrad seit 1950 läuft 1970 vom Band, eine MZ ETS 250 Trophy Sport. 1983 läuft das zweimillionste Motorrad vom Band, eine MZ ETZ 250. Mit diesem Modell werden Scheibenbremse und 12V-Elektrik eingeführt, die Standard in der Motorradfertigung sind.

Durch den einfachen Aufbau der Fahrzeuge und die untereinander leicht austauschbaren Teile ist die MZ, auch Emme oder Emmie genannt, ein “Volksmotorrad”, das auf Haltbarkeit und Modellkontinuität setzt. Dabei ging es den Konstrukteuren eher um Fahrkomfort als um sportliche Höchstleistungen. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation wurden aber auch weltweite Neuerungen wie beispielsweise das asymmetrische Abblendlicht oder die Kettenschläuche eingeführt. MZ gehörte zu den wenigen Firmen weltweit, die Motorräder mit Seitenwagen ab Werk geliefert haben.

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